Bericht über die Buchvorstellung

Ende Oktober präsentierte einer der Herausgeber das vor wenigen Monaten erschienene Buch „§278a – Gemeint sind wir alle! Der Prozess gegen die Tierbefreiungs-Bewegung und seine Hintergründe“.

Am 23.10. startete die Tour mit der kleinsten Veranstaltung in Frankfurt in der Raumstation Rödelheim. Aufgrund der kurzfristigen Ankündigung war diese Buchvorstellung etwas weniger gut besucht, stand aber den anderen Terminen um nichts nach. Das Publikum war interessiert und aktuelle Fragen im Zusammenhang mit Knast und Repression wurden anschließend an die Buchvorstellung diskutiert. Ein ausführlicher Bericht findet sich hier http://www.tirm.de /aktionen.php?id=649). Tags darauf war Bonn an der Reihe. Im linken Buchladen Le Sabot fand in sehr netter Athmosphäre die Präsentation statt. Ein kleines Buffet rundete den spannenden Abend ab. In Bremen fand die Buchpräsentation im Infoladen statt. Diese wurde in Form eines Interviewgesprächs mit dem Herausgeber durchgeführt. Mit den den rund 30 Besucher_innen wurden Fragen der Prozesstrategie diskutiert. Am 26.10. fand im Berliner Mehringhof eine Veranstaltung zum §278a Prozess in Österreich statt. Auch hier wurde den rund 35 Besucher_innen das Buch zum Prozess präsentiert. Der eineinhalb-stündigen Vorstellung schloss sich eine umfangreiche Fragerunde und Diskussion an.Dresden bildete das Ende der Präsentationstour. Mit ebenso rund 35 Besucher_innen war das Lokal „Das grüne Eck“ gut gefüllt. Neben Fakten aus dem Prozess und der Haft wurden Fragen der Antirepressionspolitik mit dem interessierten Publikum diskutiert.

Alles in allem, erfreulich zu sehen, dass auch ein halbes Jahr nach dem (noch nicht rechtskräftigen!) Freispruch im österreichischen §278a-Prozess noch immer reges Interesse an dem Fall besteht. Dies sicherlich auch, weil klar ist, dass die Repressionslogik oft nur sehr wenig mit den später Betroffenen zu tun hat. Der Titel des präsentierten Buches verdeutlicht einmal mehr, dass, wenn es um Repression gegen progressive politische Bewegungen geht, wir alle gemeint sind!

Buchvorstellung mit den Herausgeber_Innen

Buchvorstellung mit den Herausgeber_Innen

§278a GEMEINT SIND WIR ALLE!

Der Prozess gegen die Tierbefreiungs-Bewegung und seine Hintergründe
herausgegeben von Christof Mackinger und Birgit Pack (Hrsg.)

Im Mai diesen Jahres endete der über einjährige Prozess gegen dreizehn Aktivist_Innen der Tierrechts- / Tierbefreiungsbewegung in Österreich überraschenderweise mit Freisprüchen für alle Angeklagten. Auch wenn die Urteile noch nicht rechtskräftig sind – der Staatsanwalt meldete Berufung an – versucht das vorgestellte Buch jetzt schon die Hintergründe der staatlichen Repression zu beleuchten. Sorgte der Prozess für relativ viel Aufsehen in österreichischen Medien, ist es mittlerweile wieder still um den Fall geworden. Eine effektive Diskussion um die Abschaffung des Organisationsparagrafen 278a StGB („Bildung einer Kriminellen Organisation“) findet nicht (mehr) statt. Den Herausgeber_Innen, selbst Betroffene im Verfahren bzw. in der aktiven Antirepressionsarbeit tätig, geht es deshalb darum, diese Diskussionen aufzugreifen und – jenseits eines nebulösen, rechtsstaatlichen Paradigmas – auf das System hinzuweisen, mit dem soziale Bewegungen kriminalisiert werden und wurden. Dabei dokumentieren sie sowohl ihre eigenen Erfahrungen der politischen Prozessarbeit und der Aussageverweigerung sowie den Ablauf des Verfahrens. Sie stellen dies jedoch auch in einen breiteren Kontext der Relevanz aktiver Solidarität gegen eine zunehmend weltweite Kriminalisierung unbequemer politischer Bewegungen.


So. 23.10. Frankfurt Raumstation Rödelheim | 18:30 Uhr
Mo 24.10. Bonn Buchladen Le sabot | 20 Uhr
Di 25.10. Bremen Infoladen Bremen | 20 Uhr
Mi 26.10. Berlin Mehringhof | 18 Uhr
Do 27.10. Dresden Grüne Ecke | 20 Uhr

Flyer-1

Flyer-2

Frankfurt

Thank you for sending us your pictures of solidarity

Thank you for sending us your pictures of solidarity.

We would like to thank everybody who took the time and made the effort to show their solidarity with the Austrian animal rights activists on the anniversary of the commencement of the criminal trial on March 2nd 2011. Be sure that this was very much appreciated. To know that activists from all over Europe are ready to express their solidarity in various ways and by various means does make all the difference for the accused. Not only does it interrupt the tiresome routine of the court proceedings, but it also is a morale booster. So thank you again and keep it up, please!!
Antirep 278a

Bericht zur Aktion: „Pictures Of Solidarity“

Heute jährt sich der Prozess gegen insgesamt 13 österreichische Tierrechtler_innen der Basisgruppe Tierrechte (BAT) und anderer Tierrechts- sowie Tierschutzgruppen. Als Zeichen der Solidarität mit den Angeklagten haben in den letzten Wochen zahlreiche Aktivist_innen aus der ganzen Welt Bilder an uns geschickt, die, wie geplant, heute veröffentlicht werden.

Pictures Of Solidarity

Hamburg/Germany

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Aktionsaufruf zum 02.03.2011: „Pictures of Solidarity“

Solidarität

  • (GER) Aktionsaufruf zum 02.03.2011: „Pictures of Solidrarity“
  • (ENG)Call for action. Send us your PICTURES OF SOLIDARITY by February 28th 2011
  • (SPA) Llamamiento para el 2 de marzo del 2011: „Pictures of Solidrarity“
  • (RUS)Призыв к акции 02.03.2011:“Pictures of Solidrarity“ / «покажи солидарность»
  • (FRE)Appel d‘action pour le 2 mars 2011 : „Pictures of Solidarity“
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    Kurze Zusammenfassung zur Einvernahme der VE und ihres Führers

    Artikel von antirep2008.org vom 19. Dezember 2010

    Die bereits für Montag 13.12.2010 geladene Verdeckte Ermittlerin (VE) wurde erst am 16.12.2010 einvernommen. Zu den Verzögerungen kam es vor allem Aufgrund der Verhandlungsführung der Richterin. Diese hatte für Montag sowohl den Führer der Verdeckten Ermittlerin (eine Art betreuenden Beamten) als auch die VE selbst geladen. Wenig überraschend dauerte die Einvernahme des VE-Führers Stefan Wappel länger als nur einen Vormittag. Am Mittwoch bot sich den ZuseherInnen das selbe Spiel wieder lud die Richterin beide ZeugInnen vor und wieder war die Zeit zu knapp.

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    Pressespiegel der österreichischen Unterstützer_innen-Seite

    Bedingt durch die aktellen Entwicklungen in dem Verfahren gegen die angeklagen Tierrechtler_innen gibt es einige spannende Berichte in der österreichischen Medienwelt, die auf der Pressespiegel-Seite von antirep2008.org zu finden sind.

    Die Protokolle der „Tierschützer-Spitzel-Affäre“

    Artikel von antirep2008.org vom 10. Dezember 2010

    Über den Einsatz der Verdeckten Ermittlerin „Danielle Durand“ im §278a-Verfahren ist mittlerweile in den Medien sehr ausführlich berichtet worden. Einzig der Grünpolitiker Peter Pilz hat es in einem Beitrag geschafft, die „Tierschützer-Spitzel-Affäre“ wie die Sache sogar schon genannt wird, in einen breiteren Kontext zu stellen und die Anwendung Verdeckter Ermittler_innen durch das Bundeskriminalamt zu hinterfragen. Ein Journalist von Ökonews hat sich auf die Suche nach den Verursacher_innen der ganzen Lügengeschichten gemacht und ist dabei von der Soko-Leitung Böck und Bogner alles andere als gut informiert worden (zum Artikel).

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    Verdeckte Ermittlerin enttarnt!

    Artikel von antirep2008.org vom 18. November 2010

    News: How low can you go?

    In einem unglaublich seichten Artikel veröffentlicht das Wochenmagazin News in seiner neusten Ausgabe die Enttarnung einer verdeckten Ermittlerin (VE) die im Rahmen der Ermittlung der SOKO im aktuell verhandelten §278a Großverfahren in die Tierrechtsbewegung eingeschleust wurde. Abgesehen von den sexistischen Untertönen des Autors wird in dem Artikel mit dem Namen “Erst Hasenstall, dann Hosenstall” (!) die Aktivität der unter dem falschen Namen “Danielle Durand” auftretenden Polizistin innerhalb des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) beschrieben. Den Großteil des Artikels nehmen allerdings Andeutungen über eine intime Beziehung mit einem der Angeklagten sowie die Beschreibung ihres Aussehens und Vergleiche mit dem anderer Frauen ein. Die politische und die rechtliche Dimension dieses Skandals wird dabei konsequent ausgeklammert.

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    Soli-Aktion in Stuttgart

    Artikel von antirep2008.org vom 7. November 2010

    In Stuttgart und Umgebung wurden in der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober 2010 an Häuserwänden, Mauern und anderen geeigneten Plätzen etwa 30 „Gefangene“ angebracht.

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